Sonntag, 6. Oktober 2013

Inhaltsangabe: Dark Water von Kôji Suzuki

Inhaltsangabe: Dark Water von Kôji Suzuki

In seinem Roman „Dark Water“ hat Kôji Suzuki sowohl sieben Kurzgeschichten als auch Prolog und Epilog zusammengefasst. Er lässt immer neue Charaktere entstehen und bringt die Geschichten innerhalb von ungefähr 50 Seiten zum Ende. Deshalb eignen sie sich gut als „Snack für Zwischendurch“.

In Kôji Suzukis Kurzgeschichte „Dunkles Wasser“ lebt die alleinerziehende Mutter Yoshimi mit ihrer 6-jährigen Tochter Ikuko zusammen in einem Mietshaus, das auf einem Berg Müll, zur Wohnraumgewinnung, in der Tokioter Bucht erbaut wurde. Gerade als die beiden anfangen sich dort wohl zu fühlen geschieht Rätselhaftes. Yoshimi erfährt von einer Tragödie, die ihre Schatten bis in die Gegenwart wirft und auch Ikuko bleibt davon nicht unberührt.

Die nächste Kurzgeschichte von Kôji Suzuki heißt „Die einsame Insel“. Kensuke Suehiro ist der Protagonist dieser Geschichte. Er ist Lehrer und trifft einen alten Freund wieder, bei dem ihn immer wieder ein seltsames Gefühl beschleicht. Als sein Freund einige Zeit später stirbt, ist ihm klar, was sein Freund von ihm wollte. Er wollte sich verabschieden.
Die Frau, mit der er bei einem seiner letzten Besuche zusammen war, ist nach dessen Tod wie vom Erdboden verschluckt.
Als Kensuke nun 10 Jahre später zu Forschungszwecken auf eine einsame Insel vor der Küste Japans aufbricht, führt ihn eine seltsame Spur zum Mittelpunkt der Insel. Irgendetwas verbindet die Insel mit seinem alten Schulfreund.

„Strafe“ heißt die nächste Kurzgeschichte von Kôji Suzuki aus seinem Roman „Dark Water“. Hiroyuki ist verzweifelt: Wo kann seine Frau bloß stecken? Überall hat er sie gesucht. So viele Menschen hat er gefragt, ob sie sie gesehen haben. Aber niemand konnte ihm weiterhelfen.
Mit seinem kleinen Sohn Katsumi hat er sich auf den Weg in den Park gemacht. Aber auch dort hat niemand, den er fragt, seine Frau gesehen.
Zuhause angekommen überprüft er zuerst, ob sie inzwischen zurückgekehrt ist. Fehlanzeige. Nur seine Tochter und sein Vater sind zuhause.
Hiroyuki bleibt keine andere Wal als sein Leben wie gehabt fortzusetzen. Als er am nächsten Tag wieder zum Fischen aufs Meer fährt, beschleicht ihn ein seltsames Gefühl. Seine tote Frau liegt aufgedunsen in der Bünn seines Schiffs.
Seltsame Dinge geschehen und seine Frau beginnt sich scheinbar für die Gemeinheiten zu rächen, die er ihr angetan hat, als sie noch am Leben war.

In der Kurzgeschichte „Traumschiff“ von Kôji Suzuki fährt Masayuki Enoyoshi mit Ushijima und dessen Frau Minako auf See, denn die beiden wollen Enoyoshi anwerben, damit er beginnt für ihre Firma zu arbeiten.
Das Verkaufsgespräch findet auf der Yacht des Ehepaares auf dem Meer statt. Als sie kurz vor der Küste Probleme mit dem Motor bekommen entscheidet sich Ushijima, obwohl es bereits dunkel ist, dafür ins Wasser zu springen.
Scheinbar gerät Ushijima unter Wasser in Panik, denn Enoyoshi hat große Probleme ihn wieder auf die Yacht zu ziehen. Erst als Ushijima langsam wieder zu sich kommt, kann er den beiden anderen erzählen, was er gesehen hat: Einen kleinen Jungen, mit aufgedunsenem Gesicht, der sich verzweifelt am Boot festklammert.
Aber noch haben sie keine Lösung für ihr Problem gefunden: Wie kommen sie wieder zurück auf das Festland?

„Die Flaschenpost“ ist eine der letzten Kurzgeschichte aus Kôji Suzukis Roman „Dark Water“. Kazuo ist Seemann und er lebt seit fast einem Jahr auf dem Fischereischiff Wakashio Maru VII. Kurz bevor sie die Küste Japans und ihren Heimathafen erreichen entdeckt die Mannschaft eine einsam auf dem Meer treibende Yacht. Kazuo meldet sich freiwillig um auf der Yacht die Stellung zu halten, während sie, von der Wakashio Maru VII ins Schlepptau genommen, Richtung Heimathafen fahren.
Kazuo sucht auf der Yacht nach dem Eigentümer und dessen Familie. Aber die Yacht ist leer. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass ein Kampf auf ihr stattgefunden hat, außerdem gibt es keine Hinweise wo die Familie stecken könnte.
Als er einschläft, spürt er die Anwesenheit von jemand anderem, er spürt, dass ihn eine unsichtbare Macht versucht dazu zu bringen, sich selbst zu verstümmeln. Und Kazuo ist klar: Er muss so weit, von dieser unheilbringenden Yacht weg, wie möglich.

Die Kurzgeschichte „Wassertheater“ von Kôji Suzuki befasst sich mit der Schauspieltruppe Kairin Maru. Die Schauspieltruppe spielt in der ehemaligen Diskothek „Mephisto“ ihr neustes Stück und hat damit großen Erfolg. Yuichi Kamiya ist eines der Mitglieder der Truppe. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Regisseur des Stücks verlor Kamiya seine Rolle.
Während der Premiere des Stücks muss Kamiya, der inzwischen für den Ton bei den Aufführungen verantwortlich ist, ein Problem lösen, das auftrat: Von der Decke über der Bühne beginnt während der Aufführung Wasser zu tropfen.
Kamiya versucht das Problem zu lösen, und stößt dabei auf ein neues, viel unheimlicheres Problem, das hinter einer verschlossenen Tür, in der Dunkelheit, lauert.

Die letzte Kurzgeschichte „Der unterirdische See“ ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil spielt im Frühwinter 1975, und der zweite Teil knappe 20 Jahre später im Sommer 1995.
Sugiyama und Sakakibara wollen zusammen eine bisher unentdeckte Höhle erforschen. Immer wieder beschleicht Sugiyama eine böse Vorahnung, dass etwas passieren könnte und dennoch kann er sich der magischen Anziehung der Höhle nicht entziehen. Während ihrem Abstieg geschieht ein Unglück und Sugiyama muss sehen, wie er einen anderen Ausgang aus seiner misslichen Lage findet.
20 Jahre später findet Sugiyamas Sohn Takehiko den Weg in die Höhle, die damals sein Vater entdeckte. Er erkundet sie und versucht das nachzuerleben, was sein Vater vor ihm erlebte, und entdeckt dabei ebenfalls die geheimnisvollen Anziehungskräfte dieser Höhle.