Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension: Aus Liebe zu meiner Tochter von Betty Mahmoody

Rezension: Aus Liebe zu meiner Tochter von Betty Mahmoody 
 
Die Inhaltsangabe von Betty Mahmoodys „Aus Liebe zu meiner Tochter“ findet ihr oben.
Mir gefällt es sehr gut zu erfahren, wie es mit Betty und Mahtab nach ihrer Flucht aus dem Iran weiterging. Wie sich Bettys Familie weiterentwickelt hat und wie sich Bettys Leben nachhaltig verändert hat.
Außerdem finde ich es sehr gut über internationale Kindesentführungen aufgeklärt zu werden, denn dieses Thema wird viel zu wenig in den Medien behandelt. Vor diesem Buch habe ich nicht darüber nachgedacht, dass es Elternteile gibt, die ihre eigenen Kinder von dem anderen Elternteil wegbringen, die Kinder in einem für sie fremden Land gefangen halten und ihnen eine fremde Kultur aufzwingen.
Ich finde es wichtig, dass dieses Thema angeschnitten wird.
Betty Mahmoody schreibt nicht nur von christlich-islamischen Ehen, sondern auch von christlich-christlichen Ehen, bei denen ein Elternteil die Kinder in ein anderes Land entführen um die Kinder für den anderen Elternteil unerreichbar zu machen. Dabei werden Kinder nicht nur in das Herkunftsland des entführenden Elternteils gebracht, sondern manchmal auch in ein ganz anderes drittes Land, dies zeigt, dass niemand vor diesen Entführungen sicher ist.
Die Ausgewogenheit in den Schicksalen, die Betty Mahmoody wiedergibt und dabei zeigt, dass es nicht nur muslimische Männer sind, die ihre Kinder entführen, finde ich sehr gut.
Am Ende des Buches „Aus Liebe zu meiner Tochter“ schreibt Betty wie Moody auf ihre erstes Buch „Nicht ohne meine Tochter“ reagiert hat.
Für mich stellt sich nur die Frage, wie die Autorin auf den Titel kam. Denn für mich hat der Titel keine Verbindung zu dem Buch. 
Auch werden die Schicksale manchmal etwas langweilig, weil sich viele der Geschichten ähneln und damit einiges wiederholt wird. Wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass keines dieser Schicksale nicht schrecklich ist und dass mir alle Eltern aber vor allem die Kinder, die in solche Verbrechen verstrickt werden unglaublich leid tun.
Betty Mahmoodys „Aus Liebe zu meiner Tochter“ ist auf jeden Fall lesenswert und sollte von jedem, der „Nicht ohne meine Tochter“ gelesen hat auch gelesen werden. Dieses Buch ist wichtig um zu verdeutlichen mit welchen Schwierigkeiten man in einer gemischt-kulturellen Ehe konfrontiert werden kann, aber um es deutlich zu machen: Diese Schicksale sind, wenn auch keine Einzelfälle, dann doch nicht die Regel, sondern eher Ausnahmen. Aber dieser Erfahrungsbericht ist auf jeden Fall zu empfehlen und gehört in jedes Bücherregal.
 

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