Sonntag, 13. April 2014

Rezension: Cold Turkey von Angelika Mechtel

Rezension: Cold Turkey von Angelika Mechtel

Die Inhaltsangabe von Cold Turkey von Angelika Mechtel findet ihr oben.
Eigentlich geht es in dem Buch um Andreas, allerdings ist der Roman aus Sicht von Simone geschrieben, wodurch man auch Einblicke hat in das Innenleben der Jugendlichen.
Obwohl Andy und Simone sich nahe stehen, stellt Andy seine Schwester immer wieder vor Herausforderungen.
Simone weiß zu wenig über das, was mit ihrem Bruder vorgeht, sodass sie die Anzeichen nicht deuten kann, außerdem hat sie ihre eigenen Probleme mit ihren Eltern, ihrem Freund und ihrer Freundin.
Mir gefällt es gut, dass man dadurch, dass der Roman aus Simones Sicht geschrieben wurde auch das Innenleben der Menschen, die dem Drogenabhängigen (oder der Drogenabhängigen) nahe stehen miterleben kann. Dadurch merkt man, was diese Menschen, meist Freunde oder Familienmitglieder, durch machen und wie hilflos sie sind, wenn der Drogenabhängige sich nicht helfen lassen möchte. 
Die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass die Geschichte immer in kleinere Abschnitte gegliedert wurde, die unterschiedlichen Teile zeigen den Verlauf von Andys Absturz. Das alles trägt dazu bei, dass auch jüngere Leser motiviert werden weiter zu lesen.
Ich finde, es ist ein wichtiges Thema, was hier handlich verpackt wurde und gut zu verstehen ist. Was mich ein bisschen stört ist, dass Andys Eltern sehr autoritär sind, bzw. nicht viel Zeit für ihre Kinder haben und ihnen stattdessen teure Geschenke machen. Das ist vielleicht ein Grund für Andys Absturz und sicher ist es leichter, sich mit seinen Problemen an seine Eltern zu wenden wenn man keine Angst haben muss, dass dem Vater gleicht die Hand ausrutscht, allerdings denke ich, dass so etwas jedem passieren kann. Bei Andy kamen ja noch die falschen Freunde dazu, die ihn haben ins offene Messer laufen lassen und ihm hinterher nicht beigestanden haben.
Alles in allem ist das Buch sehr interessant, zeigt die Auswirkungen von Hasch als Einsteigerdroge und zeigt, welche Gründe es haben kann, wenn jemand abstürzt, ohne dass ich jetzt seinen Eltern oder Freunden die Alleinschuld zuschieben möchte. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, zumal das Thema für die Zielgruppe sehr ansprechend ist.
 

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