Samstag, 8. August 2015

Rezension: Im Schatten der Wälder von Nora Roberts

Rezension: Im Schatten der Wälder von Nora Roberts

Gut hat mir an diesem Roman von Nora Roberts gefallen, dass sich Fiona und Simon kennenlernen bevor sich ihre Affäre zu einer Beziehung weiterentwickelt.
Die Geschichte ist, obwohl das Buch 540 Seiten dick ist, nicht langweilig, wirkt aber von Zeit zu Zeit ein bisschen eintönig und auch die Suchaktionen von Fiona und ihrer Hunderettungsstaffel, mit der sie vermisste Personen im Wald suchen, wirken zu Anfang ein bisschen redundant. Meiner Meinung nach ist der Zweck der drei Suchen, dass Simon bei der dritten Suche dann mitgeht auf Suche nach den vermissten Wanderern, damit er dann bei der vierten Suche nach dem Serienmörder schon ein bisschen Erfahrung mit den Suchen hat, und Fiona als Partner zur Seite stehen kann, damit sie nicht alleine gehen muss. Bevor man das aber nicht weiß, nerven die vielen Suchen, bei denen – was für ein Zufall – immer Fiona und ihr Hund die sind, die die Vermissten finden, und nie jemand aus ihrer Einheit.
Obwohl Simons Charakter sehr eigenwillig ist, und auf den ersten Blick nicht so ganz passt, denn er erzählt, dass er sich früher in der Schule oft geprügelt hat, und auch heute noch scheint er seine Fäuste gerne für sich sprechen zu lassen, und drängt Fiona im Streit immer wieder seine Meinung auf, und zwingt sie so, sich zu fügen, wie er es will, obwohl er gleichzeitig der Meinung ist, dass er sich Fiona anpassen müsste. Er fühlt sich schuldig, wenn sie ihm ein Sandwich macht, und es ihm bringt, oder wenn sie seine Böden putzt, oder andere Dinge im Haus, sodass er sich genötigt fühlt ihr neue Sachen zu bauen, oder Bäume in ihren Garten zu pflanzen. Für mich passt es nicht so ganz zusammen, dass Simon der Künstler ist, der versucht Stücke zu schaffen, die zu den Besitzern passen, aber gleichzeitig auch diese aggressiven Nuancen hat.
Synchron dazu missfällt mir an Fionas Charakter, dass sie sich ständig von Simon unterbuttern lässt, und sich von ihm sagen lässt, wie sie sich zu verhalten hat.

Im Großen und Ganzen empfand ich „Im Schatten der Wälder“ als unterhaltsam und lustig, und dennoch hoffe ich, dass er nicht Nora Roberts besten Arbeiten gehört, denn wenn dieser Roman zu ihren besten Arbeiten gehört, kann ich den Hype um diese Autorin nicht verstehen. 

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