Montag, 26. Oktober 2015

Rezension: Ich diss dich von Arno Strobel

Rezension: Ich diss dich von Arno Strobel

Die Inhaltsangabe von Arno Strobels Jugendkurzroman „Ich diss dich“ findet ihr oben.
Der Jugendkurzroman hat mir recht gut gefallen, weil ich das Thema sehr aktuell finde und es für absolut plausibel halte. Ich fand die Charaktere auch, obwohl es eine recht kurze Geschichte war, sehr gelungen. Natürlich erfährt man nicht immer, was in jedem der Charaktere vorgeht, aber vor allem Lisa, die uns ja mehr oder weniger komplett durch die Geschichte führt, fand ich sehr gelungen und ich konnte mich recht gut in sie hineinversetzen. Einmal fand ich ihr Verhalten ein bisschen seltsam und – obwohl ich ihr Verhalten irgendwie verstehen konnte – fand ich es recht schwierig, denn sie verhält sich fahrlässig. Natürlich ist Lisa erst 16 Jahre alt, sodass ihr bisweilen etwas fahrlässiges Verhalten nachvollziehbar ist.
Die Rechtschreibfehler waren zwar offensichtlich, sodass Recht klar ist, dass dieses ebook wohl niemand Korrektur gelesen hat, aber das fand ich bei diesem Jugendkurzroman nicht sonderlich schlimm.
Was ich ein bisschen schwierig fand, war, dass die Geschichte sehr abrupt endet. Vorsicht Spoiler: Sowohl Philipp als auch Lisa wechseln die Schulen, Lisa zieht mit ihrer Mutter sogar in eine andere Stadt. Als Lisa ihren Unterlagen abholt, steht der Verantwortliche auf dem Flur und lächelt ihr zu, sodass für den Leser unumstößlich klar wird, dass er – egal wie schwierig es auch zu glauben sein mag – der Täter sein muss. Ich kann solch offene Enden eigentlich überhaupt nicht leiden. Natürlich ist es auch mal ganz schön, wenn mal nicht „die Guten“ gewinnen, aber es ist für mich – die ja normalerweise Liebesromane liest, in denen sich die beiden Protagonisten kriegen und alles gut wird – gewöhnungsbedürftig, dass „der Böse“ gewinnt.

Mir hat der Jugendkurzroman „Ich diss dich“ von Arno Strobel sehr gut gefallen, sodass ich sehr gerne meine Empfehlung dafür ausspreche. 

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