Freitag, 4. Dezember 2015

Rezension: Ich, der Roboter von Isaac Asimov

Rezension: Ich, der Roboter von Isaac Asimov

Da ich noch nicht so viel aus dem Science Fiction Genre und noch gar nichts von Isaac Asimov gelesen hatte, habe ich mich zuerst einmal davon überraschen lassen. Aber umso mehr Geschichten ich las, desto interessanter fand ich es.
Robbies Geschichte war ganz in Ordnung, wobei mir die Geschichten von Powell und Donovan wirklich gut gefielen. Die Charaktere der Männer werden im Laufe der Geschichten immer besser ausdifferenziert und die Wortgefechte zwischen den beiden haben mir besonders gut gefallen. Fast hatte man das Gefühl ein altes Ehepaar vor sich zu haben. Die beiden haben zwei Rollen, in die sie immer mehr schlüpfen umso mehr man von ihnen liest.
Auch die Lösungen der Konflikte, in die Powell und Donovan geraten haben mir gut gefallen. Immer waren es die einzelnen Robotergesetze, die bei den Robotern in Konflikt gerieten. Bei Speedy, der auf dem Merkur Selen holen soll, geraten die Robotergesetze (s. Inhaltsangabe) zwei und drei in Konflikt, denn das Selen holen bringt Speedy in Gefahr, aber er muss ja dem Befehl von Donovan gehorchen das Selen zu holen, sodass sich die Level der beiden Gesetze an einem gewissen Punkt ins Gleichgewicht gerät. An dieser Stelle fängt Speedy an abzudrehen.
Auch Cutie hat mir gut gefallen, denn er hinterfragt seine Herkunft. Er kann einach nicht glauben, dass das, was ihm Powell über den dunklen Hintergrund mit den hellen Flecken darauf erzählt stimmt, denn, dass diese kleinen, hellen Punkte riesige Gasbälle sind, scheint ihm doch sehr unglaubwürdig zu sein. Auch, dass so minderwertige Wesen wie es die beiden Menschen sind ihn geschaffen haben sollen, scheint ihm unglaubwürdig, sodass er auf Descartes verweist. Er sagt: „'[...] Ich selbst existiere, weil ich denke...'“ (Seite 79).

Obwohl oder besser geschrieben gerade weil Isaac Asimov in seiner Science Fiction Erzählungssammlung „Ich, der Roboter“ von seinem Leser größere Belesenheit erwartet, wie ich es soeben oben beschrieb, hat mir dieses Werk sehr gut gefallen. Die kleinen, recht kurzen Geschichten sind wunderbar geeignet um sich immer mal wieder für kurze Zeit in eine mitunter gar nicht so weit entfernte Zukunft zu denken, denn inzwischen spielt ein Teil von Isaac Asimovs Geschichte in der Vergangenheit oder in der Gegenwart. Vor allem ist es interessant mal zu gucken, ob und inwieweit sich seine Gedanken bewahrheitet haben, obwohl er so genau die Funktionsweise nicht beschreibt mit der seine Maschinen und Robots funktionieren, sodass eine eingehendere Betrachtung nicht möglich scheint. Dennoch hat mir dieses Buch „Ich, der Roboter“ von Isaac Asimov sehr gut gefallen und ich kann es nur jedem guten Gewissens weiterempfehlen. 





Danke an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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