Sonntag, 20. Dezember 2015

Rezension: Rückflug zu verschenken Gaby Hauptmann

Rezension: Rückflug zu verschenken von Gaby Hauptmann

Die Inhaltsangabe zu "Rückflug zu verschenken" von Gaby Hauptmann findet ihr oben. 
Grundsätzlich gefiel mir die Protagonistin Dr. Clara „Flocky“ Flockheimer recht gut, wobei ich manche ihrer Charaktereigenschaften gewöhnungsbedürftig fand. So finde ich es schwierig, dass sie, nachdem Katie gerade aus ihrem normalen Umfeld gerissen wurde, ihre Tochter für eine Woche bei ihrer Mutter lässt um Urlaub auf Mallorca zu machen. Natürlich muss sich Clara nach einer längeren Beziehung selbst finden und sie muss sich darüber klar werden, wie sie weitermachen will und wovon sie leben möchte, aber ihre Tochter eine Woche alleine zu lassen, fand ich dann doch recht hart. Vor allem in Verbindung mit dem Titel „Rückflug zu verschenken“, der meiner Meinung nach suggeriert, dass Clara ihren Rückflugtermin auf unbestimmte Zeit verschiebt, fühlte es sich doch komisch an, dass sie ihre 4-jährige Tochter einfach in Köln lies. Als Clara dann aber regelmäßig „zuhause“ anruft fühlte ich mich mit der Figur doch wieder ein wenig versöhnt.
Lustig fand ich die ganzen Zufälle. Britta, Kitty, Tina und Lizzy kommen zufälligerweise auch aus Köln. Brittas Job scheint sowieso nicht mehr sonderlich vielversprechend zu sein, sodass sie zurück in Köln ihren Job an den Nagel hängt und beginnt sich auf Mallorca mit den Flockheimern ein Leben aufzubauen. Clara soll zufälligerweise Pauls neues Haus einrichten. Ganz ehrlich? So viele Zufälle gibt es nicht und störten mich mit der Zeit wirklich. Natürlich sind Romane reine Fiktion, aber wenn ein Roman so wenig plausibel und so irrwitzig ist, dann macht es mir nicht sonderlich viel Spaß die Geschichte zu verfolgen.
Gaby Hauptmanns Roman „Rückflug zu verschenken“ ist ganz in Ordnung, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich dieses Werk nicht, sodass ich nicht sicher bin, ob ich nochmal etwas von ihr kaufen werde. 

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