Sonntag, 3. Januar 2016

Rezension: Traumflieger Lena schreibt Briefe an Gott von Jando

Rezension: Traumflieger Lena schreibt Briefe an Gott von Jando

Die Inhaltsangabe zu Jandos Kinderbuch „Traumflieger Lena schreibt Briefe an Gott“ findet ihr oben. 
Was mir an diesem Kinderbuch nicht so gut gefiel, war eine Stelle. Lena und Lasse müssen das Herz des Mannes im Mond zurückverwandeln, indem sie ihr Blut darauf tropfen. Ich fand diese Stelle ein bisschen tragisch für ein Kinderbuch und mir gefiel auch die Tatsache nicht, dass die Kinder in diesem Zuge Blutsfreundschaft schlossen.
Die Geschichte ist toll, total rührend und emotional und da steckt meiner Ansicht nach noch viel Potenzial drin. Leider ist das Buch nicht oder nur dürftig Korrektur gelesen. Mir sind viele Fehler bei der ersten Lektüre aufgefallen, was den Lesefluss immer wieder unterbricht. Das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass das Buch von einem kleinen Verlag verlegt wird. Ich hatte das leider auch schon bei Büchern von großen Verlagen, die dann im Hardcover auch mal ein bisschen was kosten, aber es ist doch schade, denn dieses Buch gibt wirklich viel her.
Wir haben hier ein Kinderbuch, das viele wichtige Themen anschneidet. Die Freundschaft zwischen Lena und Lasse ist eines davon. Die beiden teilen ein mysteriöses Geheimnis miteinander und Lena unterstützt ihren Freund; obwohl er von der Klasse ausgelacht wird, steht sie ihm im wahrsten Sinne des Wortes zur Seite. Sie steht neben ihm und liest seinen Aufsatz vor, der nicht nur wunderschön, sondern auch tieftraurig ist. Ich musste weinen als ich ihn gelesen habe. Auch das Umgehen mit dem Tod eines geliebten Menschen war eines der Themen. Das Thema Gott und Glauben wird auch angeschnitten, allerdings in einem sehr interessanten Rahmen. Lena ist nicht getauft und auch nicht christlich erzogen, dennoch schreibt sie an Gott. Am Ende wird dieser Gott, den Lena und Lasse treffen als „Seleniter“ bezeichnet. Er ist also einer der Menschen, die auf dem Mond leben (laut H.G. Wells).
Alles in allem ist das ein wunderschönes, sehr emotionales Kinderbuch. Klar, es gab ein paar Sachen, die mich gestört haben und es hätte mir noch besser gefallen, wenn ich nicht so viele Fehler gefunden hätte, aber an sich ist es wirklich süß geschrieben und auch die verschiedenen Erzählebenen hatten ihren ganz besonderen Reiz. Auch die intertextuellen Bezüge (Jando verweist auf eines seiner anderen Werke und auf H. G. Wells) haben mir gut gefallen, sodass ich dieses Buch „Traumflieger Lena schreibt Briefe an Gott“ von Jando guten Gewissens weiterempfehlen kann. 





Danke an den KoRos Nord Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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