Sonntag, 14. Februar 2016

Inhaltsangabe: Der Schleier der Angst von Samia Shariff

Inhaltsangabe: Der Schleier der Angst von Samia Shariff

'Früher schien ich alles zu besitzen, und doch hatte ich nichts. Jetzt besitze ich nichts, und doch habe ich alles, denn ich bin frei.' (S. 379)

In dem Erfahrungsbericht „Der Schleier der Angst“ von Samia Shariff geht es um die Algerier-Französin Samia Shariff. Mit ihren Eltern und ihren Brüdern lebt das junge Mädchen in Frankreich. Niemals war sie gewollt, nie findet ihre Mutter ein nettes Wort für sie. Vielmehr verflucht sie den Tag an dem ihre Tochter geboren wurde.
Als die sieben-Jährige mit ihrer Familie zurück nach Algerien geht, beginnt erst Recht ein Albtraum. Mit 14 Jahren erfährt sie, dass ihre Eltern sie mit einem deutlich älteren Mann verheiraten wollen. Als sie ungefähr 16 Jahre alt ist, heiratet sie den Mann, der sie jahrelang schlägt und vergewaltigt. Mit ihm zusammen kehrt sie zurück nach Paris. Dort wird sie jahrelang misshandelt auch dann noch, als sie von ihrem Ehemann schwanger ist.
Ihre Mutter nimmt ihr das Neugeborene weg, ihr Ehemann ist nicht nur einverstanden, sondern erhält auch noch Geld dafür. Später bekommt Samia Norah und Melissa. Sie ist froh, dass sie zwei Mädchen bekommt, denn niemand will diese „Ausgeburten des Teufels“ ihr wegnehmen. Nachdem sie mit ihren Kindern und ihrem Ehemann nach Algerien zurückgekehrt ist, muss sie immer wieder um ihr Leben fürchten, denn nicht nur ihr Mann misshandelt und bedroht sie, sondern auch ihre Eltern drohen ihr immer wieder, dass sie ihr die Kehle durchschneiden.
Als es Samia endlich schafft sich von dem ungeliebten „Mann“ scheiden zu lassen, wird sie bedroht, von ihren Eltern zusammen mit ihren Töchtern gefangen genommen und in einem fensterlosen Raum eingesperrt. Nach über einem Monat flüchten die drei.
Samia verliebte sich in einen anderen Mann, den sie dann auch heiratet. Mit ihm hat sie drei weitere Kinder. Ryan und Elias sind Zwillinge, Zach ist der neuste Spross der Familie.
Nachdem Samias Kinder mehrfach bedroht wurden, beschließt sie mit ihnen nach Frankreich zu flüchten. Aber auch in Frankreich sind sie nicht gut aufgehoben, denn dort haben sie keine Bleibe, keine Freunde und kein Geld. Nach über einem Jahr, in dem sie ständig umziehen mussten und in Hotelzimmern lebten, fliegen Samia und ihre Kinder mit gefälschten Pässen nach Kanada, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. 


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