Dienstag, 26. April 2016

Inhaltsangabe: 15 Der kluge Knecht

Moralische Erzählungen (Mären)
Inhaltsangabe: 15 Der kluge Knecht
 

„Es stört jede Frau, wenn man ihren Liebhaber bei ihr findet.“
Im klugen Knecht merkte eben dieser Knecht, dass die Frau seines Meisters ein Verhältnis mit dem Pfarrer hatte. Jeden Morgen trieb die Frau ihren Mann früh nach draußen, damit er Holz mache. Sie kochte unterdessen das Essen für ihren Liebhaber, sodass sie erst gemeinsam gegessen haben und sich dann im Schlafzimmer vergnügten. Der Knecht fand heraus, dass die Frau ihren Mann betrog und schmiedete einen Plan um seinem Meister zu zeigen, dass seine Frau ihn betrügt. Er kommt zurück zum Haus, weil er behauptete etwas vergessen zu haben. Die Frau musste ihren Liebhaber unter einer Bank verstecken. Der Knecht hingegen wollte nicht wieder gehen und hielt sich längere Zeit im Haus auf, als der Meister dann plötzlich wieder vor der Tür steht, überredet ihn der Knecht mit ihm zu essen, da er so hungrig sei. Die Frau bewirtete die beiden, wünschte sie sich aber weit weg und verfluchte sie im Geheimen.
Der Knecht macht seinen Meister durch eine Geschichte, die er ihm erzählte darauf aufmerksam, dass dort ein Spanferkel ist und ein großer Kuchen und dann zeigt er ihm den Pfarrer unter der Bank. So wurde der Pfarrer unter Druck gesetzt, dem Meister einiges von seinem Besitz zu überschreiben, sodass dieser sich wünschte die Frau niemals kennengelernt zu haben. Die Frau hingegen wurde verprügelt und ihr Mann mochte sie danach nicht mehr so gerne.

Am Ende: Der Knecht wird für sein kluges und besonnenes Verhalten gelobt, denn mit Klugheit könne man Bildung und Sitte erreichen wie sie am Hof üblich war. Der Knecht ist gut mit der Situation umgegangen, denn er hat den Meister durch eine Geschichte Stück für Stück zur Entdeckung des Liebhabers seiner Frau geführt, denn ansonsten hätte sie einfach behaupten können, dass der Knecht sich das ausdachte um ihr zu schaden, weil er sie hasse.

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