Freitag, 23. September 2016

Minnedieb

Minnedieb
 
Der „Minnedieb“ bzw. Minnediep lief mir wie ihr euch mit Sicherheit denken könnt auch nicht in meinem normalen Alltag, sondern in der Uni über den Weg. Ich fand das Wort irgendwie niedlich. Es setzt sich aus den Worten „Diep“ bzw. Dieb und dem Wort „Minne“ zusammen. Die Minne kennen wir heute noch aus den Minneliedern der mitteralterlichen Minnesänger. Minne konnte in der mittelhochdeutschen Literatur verschiedene Facetten haben, hier geht es aber um die eheliche bzw. fast schon körperliche Minne. Ein Minnedieb ist also ein Liebesdieb oder ein verstohlener Liebhaber laut Lexer.
Natürlich betätigt man sich nicht als Minnedieb, aber das Wort finde ich doch poetischer als das Wort „Liebhaber“.

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