Mittwoch, 28. September 2016

Rezension: Die Automate aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Rezension: Die Automate aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Die Inhaltsangabe von E.T.A. Hoffmanns Geschichte „Die Automate“ findet ihr oben.
Als ich die Geschichte von Theodor noch nicht fertig gelesen hatte, war ich nicht so sonderlich begeistert. Seien wir ehrlich: Ich bin immer noch nicht übermäßig erfreut. Schon wieder das Motiv einer guten Sängerin, schon wieder das Motiv eines Mannes, der von diesem Gesang bezaubert wird, schon wieder ein Traum, bei dem man nicht abgrenzen kann, was zur Realität und was zum Traum gehört, schon wieder ein Maler, der von Lehrern in seiner Kunst unterrichtet wird.
Auch hier finden wir natürlich das Serapiontische Prinzip wieder und das in mehreren Facetten. Ferdinand hört nicht nur den wundervollen Gesang einer großartigen Sängerin, sondern zeichnet das, was er im Traum oder einem ähnlichen Zustand gesehen hat. Der Professor, der an der Auotmate mitgearbeitet hat, scheint sich nicht serapiontisch zu verhalten. Er hat die Musik, der er spielen lässt nicht innerlich geschaut, sondern entwickelt Automaten, die die Musik mechanisch wie aus der Fabrik herstellen. Allerdings entwickelt er Automaten, die er aus seinem Innersten herzustellen scheint, denn er scheint eine besondere Verbindung zu seinen Maschinen zu haben.
Was mir hingegen recht gut gefallen hat, war die Rezeption der Geschichte von den Serapions-Brüdern. Ottmar beschreibt, dass Theodor früher eine fragmentarische Phase hatte, in der die Theaterstücke nicht komplett sah, sondern nur den zweiten und dritten Akt sah. Mir gefiel besonders gut, dass hier der Absatz mit „u.s.f.“ endet, sodass sogar dieser Absatz fragmentarisch endet.
Alles in allem war „die Automate“ nicht meine Lieblingsgeschichte und wird sie wohl auch nicht werden, wobei es mir recht gut gefiel, dass man aus dieser Geschichte einiges ziehen kann.

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