Mittwoch, 23. November 2016

Rezension: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Rezension: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Die Inhaltsangabe zum Märchen „Das fremde Kind“ aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann findet ihr oben.
Diese Geschichte ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die das ganze Märchen gliedern. Die gefiel mir recht gut, weil man durch eine recht lange Überschrift eine kurze Zusammenfassung des folgenden Abschnitts erhält.
Hier wird zwar kurz erzählt, woher das fremde Kind kommt, sodass wir auch hier wieder eine explizite Verschmelzung der Erzählebenen haben, aber auch eine implizite, bei der nicht immer wirklich klar ist, auf welcher Ebene man sich befindet, denn Felix und Christlieb spielen mit dem fremden Kind im Wald, wo besondere wunderbare Dinge geschehen.
Oftmals habe ich hier wieder Parallelen zu der Geschichte vom Nussknacker und Mausekönig gezogen, da auch dort die Kinder oder zumindest Marie in eine andere Welt abtauchen/t und dort spielt.
Was mir sehr gut gefiel war, dass wir uns hier nicht sicher sein konnten, was wirklich passiert, was im Traum oder in der Fantasie der Kinder stattfindet. Die Eltern schieben die Erzählungen der Kinder immer wieder auf Träume und auf die kindliche Fantasie. Aber da der Vater am Ende sagt, dass er das fremde Kind früher selbst kannte und mit ihm gespielt hat, ist wieder unklar, ob das wirklich passierte oder es hat zumindest den Anschein, dass die Dinge wirklich geschehen sind, was aber in unserer „richtigen Welt“ nicht geschehen sein kann.
Alles in allem fand ich diese Geschichte sehr schön, sehr fantastisch und doch kam hier das Serapiontische Prinzip nicht in der Kunst, sondern nur in der Fantasie und den Erzählungen der Kinder vor. Schade, dass diese Geschichte außerhalb der Serapions-Brüder nicht sonderlich bekannt ist, denn man kann mit ihr wirklich viel Spaß haben und ich kann sie nur weiterempfehlen.

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