Mittwoch, 9. November 2016

Rezension: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Rezension: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Die Inhaltsangabe zur Geschichte „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ von E.T.A. Hoffmann findet ihr oben.
Von seinen Zeitgenossen wurde diese Geschichte „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ von E.T.A. Hoffmann durchweg positiv rezipiert, später wurde diese immer schlechter bis heute diese idealisierte Darstellung nur noch kritisiert wurde. Das Ende ist durchweg positiv und versteht mich nicht falsch. Ich mag positive Enden eigentlich, das sieht man ja schon an meinen ganzen Rezensionen und daran welche Bücher ich hier rezensiere. Aber irgendwie fand ich diese Geschichte nicht so toll.
Auch hier lassen sich wieder ein paar Parallelen zu anderen Geschichten aus den Serapionsbrüdern ziehen. Wir haben zum Beispiel wieder den Künstler, der in einen inneren bzw. äußeren Konflikt mit einem Handwerk kommt wie zum Beispiel in „die Berwerke zu Falun“. In dieser Geschichte will der Protagonist Elis Bergbauer werden, damit er Ulla, die Tochter seines Chefs heiraten kann. Allerdings scheitert er an seinem Ideal, wobei ihm auch immer wieder der Geist eines Bergbauers erscheint, der ihm Weissagungen bezüglich seiner beruflichen Zukunft macht. Bei „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ steht dem komplett entgegen. Jeder wird glücklich und zufrieden, niemand scheitert an seinen Idealen.
Auch hier haben wir wieder eine Dopplung vielleicht sogar eine Tripplung der Rosa. Conrad heiratet eine „andere“ Rosa, Friedrich heiratet die Original-Rosa und Reinhold behält die Ideal-Rosa im Kopf, mit der er seine Kunst verfolgen kann.
Dieses Bild eines Ideals haben wir auch im Artushof, in dem Traugott am Ende zwar recht glücklich wird, aber sein Idealbild der Felicitas nicht wirklich erreicht, weil er eine Frau heiratet, die Felicitas zwar unheimlich ähnlich sieht, aber eben nicht das Original.
Mir gefällt es ja immer, wenn man zwischen einzelnen Geschichten Parallelen ziehen kann, auch die Überschriften für die einzelnen Abschnitte finde ich gut, wobei mir das Ende zu sehr idealisiert war und ich damit nicht so wirklich was anfangen kann, aber diese Geschichte steht in einem spannenden Gegensatz zu anderen Geschichten Hoffmanns, weshalb man ihr besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen sollte.

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