Freitag, 20. Januar 2017

Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht

'Mutter Courage: Ich kann nicht warten, bis der Krieg gefälligst nach Bamberg kommt.' S. 12

Zuvor wollten zwei Kontrolleure wissen, was Mutter Courage mit ihren Kindern dort macht, wo sie gerade unterwegs sind, auf dem Weg zum Krieg. Sie antwortet, dass sie nicht warten kann bis der Krieg nach Bamberg kommt, denn das würde zu lange dauern und sie muss ja jetzt schon Geld verdienen. Aus dieser Aussage geht bereits das gespaltene Verhältnis in und um die Mutter Courage hervor. Denn sie versucht ihre Kinder vor dem Krieg zu beschützen und für sie zu sorgen, indem sie im Kriegsgebiet Handel treibt und sie somit in Gefahr bringt. Auf der einen Seite steht also ihre mütterliche Seite und auf der anderen Seite die Händlerin. Händlerin aber muss sie sein, um ihrer mütterlichen Pflicht nachzukommen für ihre Kinder und sich selbst zu sorgen. Ein ziemliches Paradox also, dass aufgelöst wird, indem...nun soll ich das an dieser Stelle verraten?

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