Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

Rezension: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

Die Inhaltsangabe zu dieser Erzählung „Die Maske im See“ von Gabriele Beyerlein findet ihr oben. 

Ich muss sagen, dass mir diese Erzählung wirklich gut gefallen hat und ich mich gut in diese Geschichte einfinden konnte, was vielleicht auch daran liegt, dass sie für Kinder bzw. Jugendliche geschrieben wurde. Bei Geschichten dieses Genres bin ich immer wieder überrascht, dass sie so brutal sind und gleichzeitig für so junge Menschen geschrieben wurden. Auf der anderen Seite ist dieses Buch gar nicht so brutal. Am Ende wird jemand getötet, aber das wird nicht genauer beschrieben, außerdem sterben einige der Krieger in der Gefangenschaft, allerdings werden dazu keine genaueren Angaben gemacht. Was mir mehr wehtat war die Beschreibung der Armut im Dorf von Addedus und die Beschreibung von seiner Urma und ihm und wie hungrig und abgemagert die beiden sind. Da die Namen recht fremd und teilweise auch lang sind, war ich am Anfang echt verwirrt wer denn nun wer ist, vor allem weil Diviciacus in seiner Erzählung etwa in dem Alter seines Enkels ist. Ein Großteil der Erzählung spielt also in der Vergangenheit. Durch diese verschiedenen Erzählebenen und dadurch, dass Diviciacus hin und wieder sich selbst unterbricht um noch andere wichtige Sachen zu erzählen, entsteht Verwirrung. 
Wie wir es so oft bei Kinder- und Jugendliteratur haben, finden wir auch hier moralische Ansätze. So lernen wir aus dem Buch, dass egal wie jemand aussieht, man ihm doch eine Chance geben sollte, dass Freundschaft wichtig ist und man seinen Freunden treu bleiben soll, dass man ihnen den Rücken stärken muss und man dafür sorgen muss, dass sich seine Freunde auf einen verlassen können. Die technischen Details der Bergbaus, vor allem des Abbaus von Kupfer, aber auch die Ausstattung der Krieger, die Kleidung der Menschen von damals all das scheint sehr realitätsgetreu und wahrheitsgemäß zu sein. 
Alles in allem ist „Die Maske im See“ von Gabriele Beyerlein eine Geschichte voller Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Verrat, Familie, Abenteuern und Mut. Ich muss sagen, dass dieses Buch vielleicht nicht zu den Schönsten der Kinder- und Jugendliteratur gehört, es mir aber dennoch sehr gut gefiel und ich es gerne weiterempfehle.

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