Mittwoch, 29. März 2017

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen, der von seiner Mutter alleine zuhause gelassen wird. Bevor sie das Haus verlässt, verbietet sie ihm am Daumen zu lutschen, doch sobald sie das Haus verlassen hat, lutscht er auch schon am Daumen. Die Drohung der Mutter, dass dann der Schneider mit seiner Schere komme und ihm die beiden Daumen abschneidet, fruchtet also nicht und wird sehr schnell war, denn da steht auch schon der Schneider vor ihm und schneidet ihm die Daumen ab. Die Mutter, die später nach hause komme, findet ihren traurigen Sohn.
Diese recht blutige Geschichte von Heinrich Hoffmann vermittelt Kindern sehr deutlich wie ungezogen es ist, am Daumen zu lutschen. Ob diese erzieherische Maßnahme heute noch aktuell ist? Wohl eher nicht, sodass ich nicht wirklich verstehe, wieso man diese Geschichte seinen Kinder vorlesen sollte und wovon ich auch abraten würde, schließlich gibt es viele andere Möglichkeiten Kinder vom Daumenlutschen abzuhalten. Warum die Mutter ihrem Sohn so etwas androhnt und der Schneider dann auch sobald der Junge die Daumen um Mund hat, hereinstürmt und ihm die Daumen abschneidet, verstehe ich nicht so ganz. Mir stellen sich dabei folgende Fragen: Warum lässt die Mutter ihren Sohn mit einer solchen Drohung zurück? (vielleicht wollte sie ihn einfach vom Daumenlutschen abhalten, aber sind ihre da keine anderen Möglichkeiten eingefallen?) Woher weiß der Schneider von dem Daumenlutschen des Jungen? (vielleicht ist er einfach direkt nach dem Herauskommen der Mutter hineingestürmt, weil er wusste, dass es nicht lange dauern würde bis der Junge mit dem Daumenlutschen anfängt?) Was hat der Schneider eigentlich mit dieser Familie zu tun und mit der Bestrafung? Warum hat er das Recht den Jungen zu bestrafen? (darauf fällt mir wirklich keine Antwort ein)
Viel interessanter wäre es doch für die Mutter, herauszufinden, warum ihr Sohn am Daumen lutscht. Vielleicht liegt es daran, dass sie aus dem Haus geht und ihn alleine lässt? Aber vielleicht macht er es auch immer und sie weiß sich einfach nicht mehr anders zu helfen, als ihm zu drohen, wobei ich dies natürlich nicht gutheißen kann. So kann ich weder die Mutter, noch den Sohn und erst recht nicht den Schneider verstehen, denn das Verhalten der drei scheint mir absolut unverständlich.
Alles in allem war mir Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann zu brutal, mir gehen viele Details nicht in den Kopf, sodass diese Geschichte insgesamt inkonsistent wirkt, was auch dazu führt, dass ich diese Geschichte nicht weiterempfehlen kann.

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