Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne



Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Roman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne findet ihr oben.
Dieser Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ thematisiert die Reise von Phileas Fogg und Passepartout um die Welt. Tatsächlich und weil es kein Zeil außer die Rückreise nach London gibt, welches den beiden Reisenden ja bekannt ist, dreht es sich in dem Roman wirklich hauptsächlich um die Reise selbst. Auch die Länderbeschreibungen treten in den Hintergrund. Fogg zum Beispiel hat überhaupt kein Auge für die Landschaft und die Besonderheiten der Länder durch die sie reisen, Passepartout hat im Gegensatz dazu aber Spaß daran die Länder, Städte und Häfen zu durchstreifen und zu erkunden. Bei einer seiner Erkundungen geht er in eine Pagode, allerdings ist ihm nicht bewusst, dass er dies eigentlich nicht darf, da er Christ ist und davon abgesehen müsste auch ein Hindu seine Schuhe ausziehen, was Passepartout auch nicht weiß und deshalb versäumt er es zu tun, dieser Zwischenfall führt später auf der Reise dazu, dass sie also er und sein Meister verhaftet werden. Gerade diese Hindernisse werden immer wieder relativ detailiiert beschrieben. Im Gegensatz dazu werden dann Wegstrecken auf denen nicht viel passiert, sehr stark gerafft.
Diese Erzählweise kam mir recht unbekannt vor und ich fand sie durchaus sehr interessant und bemerkenswert.
Phileas Fogg ist wirklich ein seltsamer Kerl. Er kümmert sich zwar um seinen Diener und rettet eine vollkommen fremde Frau, aber er schaut sich in den fremden Ländern nicht mal um und scheint keinerlei Interesse an den Kulturen dieser Länder zu haben, andererseits ist er ein sehr ruhiger Charakter, was bedeutet, dass er nicht sehr viel redet aber auch seine Ruhe behält, wenn irgendwelche Unwegsamkeiten sich ihm und seinen Kameraden in den Weg stellen.
Passepartout fand ich eigentlich recht sympathisch, aber warum er seinem Herrn nicht erzählt, dass ein Polizist hinter ihnen her ist, verstand ich leider nicht, da es Herrn Fogg möglich gewesen wäre sich auf die Verhaftung vorzubereiten, wenn er vorher davon gewusst hätte.
Alles in allem war mir weder Fogg noch Passepartout richtig sympathisch, da ich bei beiden nicht wusste wie ich sie einschätzen soll. Die Parallelen zwischen Verne und Hoffmann sind offensichtlich, da beide in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen verschrobene, beinahe verrückte Charaktere stellen. Wer mit diesen komischen Charakteren klarkommt und auch über die bisweilen seltsame Erzählweise und Wortwahl nicht stolpert, sollte sich mal an eines der bekanntesten Werke von Jules Verne machen, denn man kann mit diesem Reiseroman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ auf jeden Fall ein paar spannende Stunden füllen.

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