Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Die Inhaltsangabe zum Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer findet ihr oben.
Obwohl ich für dieses Drama ein paar Wochen gebraucht habe, fand ich es ziemlich gut. Die Charaktere haben mir besonders gut gefallen. Wir haben auf der einen Seite Harras, der sich gegen das Regime sträubt, aber, weil er sich in Sicherheit wiegt, denn er meint, er sei unersetzlich. Er sträubt sich dagegen, weil er weiß, was diese Ideologien bedeuten und dass sie Schwachsinn sind, aber er unterstützt das Regime, weil seine Berufung das Fliegen ist. Dann haben wir Anne und Friedrich Eilers, die dem Regiem hörig sind und es unterstützten, außerdem glauben sie an die Ideologien bis Anne zur Witwe wird. Korrianke und Lüttjohann sind auch gegen das Regime, obwohl sie sich nicht für unersetzlich halten. Waltraut von Mohrungen genannt Pützchen ist regimetreu, ihre Familie ist in der Partei und glaubt an die nationalsozialistischen Ideologien. Pützchen macht Fortbildungen zum Thema Reichsfrauen und sie ist bereit Harras zu verraten als dieser sie zurückweist. Sie traut dem Regime und den Ideologien und lässt sich nicht von diesem Glauben abhalten. All diese Charaktere entwickeln sich weiter, der ein oder andere Charakter eher zum Negativen, aber in gewisser Weise machen sie alle eine Entwicklung durch.
Die Geschichte hatte im Kontext als dieses Drama veröffentlicht und inszeniert wurde, sehr viel Aktualität, diese ist bis heute nicht wirklich verloren gegangen. Auch heute ist es noch sinnvoll über diese Themen nachzudenken und sich klarzumachen, dass diese Zeit noch gar nicht so lange vorbei ist.
Auch interessant ist es, dass Harras das Regime kritisiert, offen kritisiert und sogar Witze über die Ideologien macht, aber sich dennoch bereit erklärt diese Regierung zu unterstützen. Er fliegt, weil er gerne fliegt, aber er kann mit den Haltungen der Nazis nicht nur nichts anfangen, sondern verurteilt sie auch noch, allerdings ist er nicht bereit etwas gegen das Regime aktiv zu tun. Erst am Ende entscheidet er sich aktiv gegen das Regime und beschützt die Saboteure, die für die Abstürze verantwortlich sind.
Alles in allem ein ziemlich tolles Drama, dass sich im ersten Akt ein bisschen gezogen hat, aber ansonsten habe ich daran absolut nichts auszusetzen und empfehle dieses Werk von Carl Zuckmayer „Des Teufels General“ sehr gerne weiter.

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